19. Mai 2012


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Die IT-Berufe > Die Struktur der IT-Berufe > Tätigkeitsschwerpunkte


Die Tätigkeitsschwerpunkte der vier Berufsbilder in der Informationstechnik ( IT ) sehen im einzelnen wie folgt aus:

  • IT-Systemelektroniker/IT-Systemelektronikerinnen sind befähigt, die entsprechenden Geräte, Komponenten, Zubehör und Netzwerke einschließlich deren Stromversorgung und Software zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Bei auftretenden Störungen sind sie in der Lage, unter Einsatz entsprechender Meß- und Prüfgeräte sowie von Expertensystemen den Fehler zu finden und durch Austausch von Baugruppen und -geräten sowie durch Systemanpassung zu beseitigen.
  • Fachinformatiker/Fachinformatikerinnen der Fachrichtung Systemintegration planen, und konfigurieren Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik bei internen und externen Kunden. Sie verwalten und betreiben als Dienstleister die IT-Systeme im eigenen Haus oder bei Kunden, stehen für fachliche Beratung und Betreuung zur Verfügung und sind in der Einführung und Schulung von neuen Systemen tätig.
  • Fachinformatiker/Fachinformatikerinnen der Fachrichtung Anwendungsentwicklung kennen und verstehen die Rahmenbedingungen betrieblicher Prozesse der Abteilungen/der Kunden und sind so in der Lage, anforderungsgerechte Softwarelösungen vorzuschlagen und zu realisieren. Sie sind in der Lage, im Projekt die Methoden des Software-Engineerings und moderne Softwareentwicklung-Tools gezielt einzusetzen.
  • IT-Systemkaufleute informieren und beraten Kunden bei der Konzeption von kompletten IT-Lösungen. Sie leiten Projekte in kaufmännischer, technischer und organisatorischer Hinsicht wie die Einführung und Erweiterung einer IT-Infrastruktur von der ersten Beratung bis zur Übergabe an die Anwender. Sie kalkulieren und erstellen Angebote und engagieren sich in Schulung und Marketing.
  • Informatikkaufleute analysieren in ihrer Branche die Geschäftsprozesse mit Blick auf die Einsatzmöglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik und vermitteln zwischen den Anforderungen der Fachabteilungen auf der einen, der IT-Realisierung auf der anderen Seite. Sie beraten Fachabteilungen in Fragen der Einsetzbarkeit von IT-Systemen, führen Standardanwendungen ein, arbeiten in Entwicklungsprojekten mit und koordinieren und administrieren IT-Systeme.

 

Markantes Merkmal der neuen Ausbildungsberufe sind die breit angelegten Qualifikationsprofile. Ihnen liegt ein ganzheitliches Berufsbildungsverständnis zugrunde, das sich an den Geschäftsprozessen orientiert. Beim IT-Systemkaufmann/-frau umfasst das z.B. die Analyse des Problems beim Kunden, die Konzeption der Systemkonfiguration, unter Umständen eine Softwareanpassung bis hin zur Inbetriebnahme, Kundenschulung und zum Support. Diese Prozesskette erfordert neben technischen Kompetenzen auch Qualifikationen in den Bereichen Marketing, Vertrieb sowie im Projektmanagement. Hier liegt der Unterschied zu den vorrangig technisch und funktionsorientierten Zuschnitten anderer Ausbildungsberufe.

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